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Semi-essenzielle Aminosäuren

Semi-essenzielle Aminosäuren

Semi-essenzieller AminosäurenDie gezielte Aufnahme semi-essenzieller Aminosäuren macht sich besonders in ganz bestimmten körperlichen Situationen notwendig. Sportlern und Rekonvaleszenten ist ihres erhöhten Bedarfs wegen die Aufnahme semi-essenzieller Aminosäuren anzuraten.

L-Tyrosin

Tyrosin wird in gewissem Umfang vom Körper aus Phenylalanin selbst synthetisiert. Der Tyrosinbedarf liegt bei mindestens 100 mg/Tag. Intensives Training, aber auch Rekonvaleszenz- und Stressphasen, generieren einen erheblich höheren Bedarf.
Reich an Tyrosin sind Schweinefleisch, Hähnchenbrustfilet, Eier, Lachs Sojabohnen, Erbsen, Kürbiskerne und Walnüsse.
L-Tyrosin wird zur Regulierung der Gehirnaktivitäten eingesetzt. Es wirkt stimmungsaufhellend, deshalb nutzt man die Aminosäure auch zur Behandlung depressiver Zustände.
Im Sport- und Fitnessbereich wird Tyrosin zuweilen als Diät-Aminosäure bezeichnet, weil sie ein Präkursor von Schilddrüsenhormonen, Adrenalin und Dopamin ist. Diese Hormone und Botenstoffe sind für die Stabilität der körperlichen und mentalen Frische, die Konzentrationsfähigkeit sowie für die Fettstoffwechselaktivitäten notwendig. Sie bekämpfen Müdigkeit, Abgespanntheit sowie übermäßige Esslust.
Bei den stark kalorienreduzierten Diäten werden von Fall zu Fall zu wenige Semi-essenzielle Aminosäuren zugeführt. Dann ist die Supplementierung u.a. mit L-Tyrosin sinnvoll.

L-Cystein

Die schwefelhaltige Aminosäure wird in der Leber selbstständig synthetisiert. Sie kommt natürlich in verschiedenen Proteinen, beispielsweise im Keratin, vor.
Die empfohlene tägliche Cysteindosis liegt bei etwa 0,5 bis 1,5 g.
Gute Cysteinlieferanten sind Huhn, Ei, Lachs und Schweinefleisch sowie Whey-Protein, Joghurt, Knoblauch, Brokkoli und rote Paprika.
Wichtig ist die kombinierte Zufuhr von L-Cystein mit Vitamin B6 und Vitamin C.
Cystein ist ein Entgiftungsprotein, das viele Nebenwirkungen von Medikamenten einschränken kann, die Leber vor Überlastungen schützt und durch die Bekämpfung freier Radikale aktiv zur Verbesserung aller Vitalfunktionen beiträgt. Die Aminosäure stärkt das Immunsystem. Darüber hinaus unterstützt Cystein die gesunde Nerven- und Lungenfunktion sowie die Festigkeit des Bindegewebes.

L-Arginin

Semi-essenzielles Arginin gehört gerade im Fitness- und Bodybuilding-Bereich zu den angesagten Aminosäuren.
Innerhalb des Harnstoffzyklus kann der Körper Arginin aus L-Ornithin, L-Aspartat und Carbamoylphosphat selbst herstellen. Die Mengen reichen allerdings gerade bei körperlich aktiven Menschen nicht aus. Deshalb ist eine gezielte Arginin-Supplementierung anzuraten. Die Vitamine B6, B12, Folsäure und L-Citrullin gelten als Arginin-Booster.
Der Tagesbedarf liegt bei 15 Gramm.
L-Arginin kommt in Kürbiskernen, gerösteten Erdnüssen, Pinienkernen, Erbsen, Walnüssen, Hähnchen, Lachs, Ei und Schweinefleisch in nennenswerten Mengen vor.
Arginin hat einen hohen Stickstoffanteil im Molekül, deshalb wirkt es gefäßerweiternd. Daher ist Arginin die wertvollste Aminosäure für den Aufbau von Muskelmasse. Denn das generierte Stickstoffmonoxid wirkt gefäßerweiternd, es bekämpft Durchblutungsstörungen und senkt den Blutdruck.
L-Arginin fördert die Ausschüttung von Wachstumshormonen aus der Hypophyse. Darüber hinaus hat Arginin auf sämtliche Vitalfunktionen, beispielsweise den Blutzuckerspiegel, die männliche Potenz oder die Kollagenbildung, positiven Einfluss.

Anmerkung: Eine ausreichende Arginin-Versorgung ist in der Ernährung von Kindern und Säuglingen ihrer wachstumsfördernden Eigenschaften wegen von immanenter Wichtigkeit.

L-Histidin

Die semi-essenzielle Aminosäure L-Histin kann nur in geringem Umfang selbstständig vom Organismus synthetisiert werden. Deshalb muss die Aminosäure aus externen Quellen zugeführt werden.
Der tägliche Bedarf liegt bei etwa 1 g. Dabei sind proteinreiche Lebensmittel wie Lachs, Rindfleisch, Milch, Eier und Walnüsse gute Histinlieferanten.
Die Aminosäure steuert eine Vielzahl von Vitalfunktionen. Sie ist Grundlage für die Synthese des Gewebshormons Histamin, das Gefäße erweitert sowie die Magensaftproduktion anregt.
L-Histin bewährt sich in der Rekonvaleszenzzeit nach Entzündungen und Verletzungen. Es wirkt wachstumsfördernd, heilt beschädigte Gewebestrukturen und baut neues Gewebe auf. Histin ist an der Bildung roter und weißer Blutkörperchen und am Sauerstofftransport innerhalb des Blutkreislaufs beteiligt. L-Histin wird zudem in der Therapie rheumatischer Arthritis erfolgreich eingesetzt. Die Unterstützung gesunder Gelenkfunktionen hat auch im Sportbereich eine große Bedeutung.
Hohe sportliche Belastungen, strikte Diäten, Verletzungen und darüber hinaus eine streng vegetarische Ernährung können zu einem L-Histamin-Mangel führen. Dann sollte Histamin supplementiert werden.

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