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Funktioniert die Diät mit der Trennkost?

Trennkost
Viele Menschen haben heute Unverträglichkeiten bei Lebensmitteln, sie fühlen sich schlapp und ausgelaugt und auch die Verdauung, damit verbunden das Körpergewicht, machen sie alles andere als zufrieden. Die Problematik der falschen Ernährung beziehungsweise der falsch Kombination von Lebensmitteln, die sehr häufig zu Verdauungs-, Gewichts- und Gesundheitsproblemen führt, hat schon Anfang des 20. Jahrhunderts Bedeutung gehabt – was die Entwicklung der Trennkost zur Folge hatte.

Die Diät zur Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten

Der New Yorker Arzt William Howard Hay enwickelte zum Anfang des 20. Jahrhunderts eine neue Ernährungsform, die er Trennkost nannte. Heute ist diese Ernährungsform auch häufig als Haysche Diät – benannt nach dem Erfinder – genannt. Hay sagte, dass er als die Ursache für die meisten Zivilisationskrankheiten die Übersäuerung des Organismus sehe, die auch als Azidose bezeichnet wird. Der Hintergrund dieser Übersäuerung ist seiner Theorie gemäß auf eine falsche Lebensmittelkombination innerhalb der Ernährung. Der gemeinsame Verzehr von Eiweiß und Kohlenhydraten ist nach der These Hays problematisch, weil der Körper seiner Meinung nach nicht in der Lage ist, beide Nährstoffe zeitgleich zu verstoffwechseln. Das wiederum führt nach der Hayschen These zu Gärungsprozessen im Darm, wo die falsch kombinierte Nahrung deutlich zu lange lagere. In Deutschland wurde die Trennkost übrigens vom Arzt namens Heinrich Ludwig Walb verbreitet.

Heute dient Trennkost eher der Gewichtsreduzierung

Die Folge war, dass Hay empfahl, innerhalb der Ernährung auf eine Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten zu setzen – die Trennkost eben als Ernährungsform zu wählen. Die Trennkost, zunächst zur Bekämpfung von Zivilisationskrankheiten entwickelt, wird inzwischen auch sehr gern zur Gewichtsreduktion genutzt.

Die Regeln der Trennkost

Die Lehre der Trennkost besagt, dass generell alle Lebensmittel – mit Ausnahme von Hülsenfrüchten, die sowohl Kohlenhydrate als auch Eiweiß enthalten, verzehrt werden dürfen. Dies kommt Diätwilligen sehr entgegen, da sie so zur Gewichtsreduktion zunächst keinen Verzicht auf bestimmte Lebensmittel üben müssen. Kalorien werden bei der Trennkost auch nicht gezählt, da sie ausschließlich auf die Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten innerhalb der Ernährung setzt.

Kritik an der Trennkost

Die DGE, die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, empfiehlt die Trennkost nicht, da sie die Theorien, auf denen diese Ernährungsform basiert, als wissenschaftlich nicht fundamentiert bezeichnet. Einer der Kritikpunkte der DGE liegt darin, dass eine große Anzahl von Lebensmitteln sowohl Eiweiße als auch Kohlenhydrate, zusätzlich oftmals hohe Mengen von Fett, enthalten. Zudem soll nach Meinung der DGE eine ausgewogene, vollwertige Ernährung mit der Trennkost nicht umsetzbar sein. Weiterhin soll eine Übersäuerung mit üblicher gesunder Mischkost nicht stattfinden. Einzig die Empfehlung innerhalb der Trennkost, den Fleischkonsum zu reduzieren, begrüßt die DGE als sinnvollen Rat.

Über den Autor:
Kristina Habeck – Mutter, berufstätig, gestresst, voll eingespannt, aber auch sportbegeistert, verrückt, Bloggingabhängig und ganz ich selbst.
Kristina
1 Kommentar
  1. Sehr schöner Artikel über Trennkost! Sehr kurz und aussagekräftig! Es gibt ja viele die auf Trennkost beim Abnehmen schwören. Hab´s aber selbst noch nicht ausprobiert.

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