Low Carb Ernährung – Worauf sollte ich achten?

29th May 2013, author: Stefan

Low Carb – der neue Trend aus den USA

Low Carb ErnährungDer ewige Kampf mit dem Gewicht ist Teil des Alltags vieler Frauen. Täglich werden neue Diäten erfunden und propagiert, von der Kohlsuppendiät bis zur Rohkost. Doch eine neue Ernährungsweise verspricht nun langfristig Erfolg: Die Low Carb Ernährung.

Was bedeutet Low Carb?

Low Carb Ernährung ist der neuste Trend aus den USA und bedeutet „wenig Kohlenhydrate“. Der Name ist Programm: Es sollen vor allem proteinreiche Produkte verzehrt werden, während der Anteil von Kohlenhydraten und Fett gering ist. Die Theorie dahinter ist, dass der Mensch erst mit Auftreten der Ackerbaukultur vor 10000 Jahren mit dem Verzehr von Getreideprodukten begonnen hat, seine natürliche Ernährung jedoch auf Eiweißen und Fetten beruht. Erst der Umstellung der Ernährung auf Kohlenhydrate entstanden Zivilisationskrankheiten und Übergewicht.
Low-Carb-Experten erklären den Erfolg der Diät dadurch, dass der Verzehr von Kohlenhydraten den Blutzuckerspiegel steigen lässt. Als Reaktion darauf schüttet der Körper Insulin aus. Dadurch wird der Zucker in Form von Fett in den Zellen gespeichert statt als Energiequelle genutzt.

Wie wird Low Carb Ernährung umgesetzt?

Es gibt mehrere Prinzipien, wie Low Carb Ernährung in der Realität umgesetzt wird. Eine Möglichkeit ist, dass die tägliche Menge von Kohlenhydraten auf 70-110g pro Tag begrenzt wird.
Eine andere Version basiert auf dem glykämischen Index: Hier wird unterschieden, ob es sich um einfache oder langkettige Kohlenhydrate handelt. Erstere erhöhen den Blutzuckerspiegel sehr schnell, z.B. Kartoffeln oder Industriezucker. Andere Produkte müssen länger verdaut werden und halten den Blutzuckerspiegel konstanter, beispielsweise Linsen. So wird jedes Lebensmittel individuell bewertet, wobei Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index zu vermeiden sind.

Wie lässt sich die Low Carb Ernährung umsetzen?

Low Carb Ernährung FischDie Low Carb Ernährung muss vor allem langfristig durchgeführt werden, damit sie Erfolg hat. Allerdings lässt sie sich relativ leicht in den Alltag integrieren. Wichtig ist, dass viel Gemüse, mageres Fleisch, fettarme Milchprodukte und andere proteinhaltige Lebensmittel verzehrt werden.
Ein Beispiel für einen Ernährungsplan nach Low Carb setzt sich wie folgt zusammen: Morgens zwei Eier, eine Scheibe Schinken und eine Tomate, mittags Salat und Steak (ohne Nudeln, Kartoffeln, Brot o.ä.!), abends Spinat mit Schafkäse, Zwiebel und Nüssen.
Diese Ernährungsweise ist vor allem empfehlenswert, wenn der Stoffwechsel bereits durch mehrere Diäten durcheinander gebracht wurde. Auch wenn das Übergewicht vor allem auf ungesunde Kohlenhydrate in Chips, Schokolade und Fast Food basiert, kann die Low Carb Ernährung leicht Abhilfe schaffen.
Problematisch wird es hingegen für Menschen, die Kartoffeln oder Pasta lieben. (Ausdauer-) Sportler könnten ebenfalls Probleme bekommen, denn sie brauchen die Kohlenhydrate, um ihre Energiespeicher wieder zu füllen. Auch in der Familie lässt sich eine Low Carb Ernährung oft nur schwer durchsetzen.
Wer nach Quellen für Low Carb Diäten sucht, findet diese zum Beispiel bei der Dr.-Atkins-, der Scarsdale-, Logi- oder South Beach Diät sowie im New York Body Plan von David Kirsch.

Kritik an der Low Carb Diät

Obwohl diese Ernährungsvariante sehr beliebt ist und es viele Erfolgsberichte gibt, ist die Wissenschaft sich noch uneinig. Wichtig ist, dass Kohlenhydrate nicht durch noch energiereichere Fette ersetzt werden. Außerdem erhöht eine ballaststoffarme, fettreiche Ernährung das Risiko für Darmkrebs. Deswegen sollten nicht nur tierische Eiweiße, sondern auch pflanzliche wie Hülsenfrüchte oder Soja verstärkt verzehrt werden.

Fazit: Low Carb ist eine Ernährungsform, deren kurzfristiger Erfolg wissenschaftlich gesichert ist. Allerdings ist sie im Alltag schwer durchzuhalten, besonders wenn man restriktive Diäten wie Atkins befolgt. Wichtig ist allerdings, sich im Vorfeld ausführlich zu informieren und besonders auf gesunde Alternativen zu setzen.

 

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