Mediterrane Küche

Mediterrane Küche

Mein Wochenende war herrlich. Selbst bei uns im hohen Norden an der Küste hatten wir traumhafte Temperaturen. Morgens bedeckte zwar noch der Reif die Felder, aber spätestens zum zweiten Frühstück hatte die Sonne schon so eine Kraft entwickelt, dass man die Tasse Kaffe oder das Croissant auf der Terrasse zu sich nehmen konnte – im T-Shirt wohlgemerkt.
Urlaubsfeeling quasi. Und mir war sofort klar – mit Schweinebraten oder anderer deutscher Hausmannskost brauche ich meinen Männern bei diesem Wetter nicht zu kommen. Leicht und lecker soll es sein und was bietet sich da besser an, als Gerichte aus der mediterranen Küche.

Aber was ist die mediterrane Küche denn überhaupt ?

Immerhin hat das Mittelmeer 16 Anrainerstaaten und die werden ja wohl kaum alle das Gleiche essen…Klar, damit sind wohl weniger die Rezepte gemeint, als viel mehr die Art und Weise wie gekocht wird und welche Zutaten man verwendet. Während man im nördlichen Europa eher auf Sonnenblumenöl zurückgreift, findet im Mittelmeerraum vorzugsweise Olivenöl Anwendung in der Küche.
Das hat zum einen natürlich den Grund, dass Olivenbäume in dieser Region zur normalen Vegetation gehören und der Rohstoff „Olive“ dort in ausreichender Menge vorhanden ist. Was liegt also näher, als auf Roh- und Grundstoffe der heimischen Region zurückzugreifen. Zum Anderen wird kaltgepresstem Olivenöl eine gesundheitsförderne Wirkung nachgesagt, da es den Cholesterinspiegel nicht erhöht. In den 1960er Jahren gab es Studien die belegen, dass es in der Mittelmeerregion deutlich weniger Gefäß- und Krebserkrankungen gab, was eben auf diesen hohen Oliveölkonsum zurückzuführen ist. Immerhin liegt der Pro-Kopf-Verbrauch eines Griechen der auf Kreta lebt bei gut 31 Liter pro Jahr.

Neben dem gesunden Olivenöl gilt eine ausgewogene Mischkost als das große Geheimnis der mediterranen Küche. Der Großteil der Nahrung wird hier von Obst und Gemüse, sehr viel Fisch und anderen Meeresprodukten dominiert. Allerdings wird hier auch sehr fettreich gekocht, was nicht jedermanns Sache ist. Zudem haben Untersuchungen gezeigt, dass Nordeuropäer schlechter fettiges Essen verwerten können, als Bewohner der Mittelmeerregion. Der menschliche Körper hat sich eben sehr gut an seine Umgebung angepasst. Dafür ist der Körper eines Nordeuropäers auf die Verwertung von tierischen Produkten optimiert. So greift man in der Mittelmeerregion viel eher auf Geflügel zurück, als auf Rotes. Logisch – man muss nur einmal selber in sich hineinhören, worauf man Appetit hat, wenn das Thermometer in die Höhe schnellt..Da sind mir frische, saftige Obstsalate, Wassermelonen und Fisch oder mal ein Stück Pute auch wesentlich lieber, als Haxe mit Sauerkraut – obwohl – auf Malle gilt trotz Mittagstemperaturen über 30 Grad noch immer das Wiener Schnitzel mit „Pommes Bahnschranke“ als DAS Menü der deutschen Touristen.

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